POPEYE

Erneuerung Siedlung Wibich, Zürich
offener, zweistufiger Projektwettbewerb, 2025 – 3.Rang
in Zusammenarbeit mit Paula Schilliger Studio

Landschaft: Vogel Planung
Tragwerk Massivbau: dsp Ingenieure Planer AG
Tragwerk Holzbau: Pirmin Jung Schweiz AG
Bauphysik&Nachhaltigkeit: Pirmin Jung Schweiz AG


Die Siedlung Wibich verfügt mit ihren ockerfarbenen Häusern und hohen markanten Dächern über einen identitätsstiftenden Bestand und spannen durch ihre Setzung qualitätsvolle Aussenräume auf. In der bestehenden Situation sehen wir viel Qualität und grosses Potential. Wir schlagen daher vor, den Bestand möglichst zu erhalten und im wörtlichen Sinn auf diesem aufzubauen. Zugunsten der Freiräume soll der Boden durch den beinahe gleichbleibenden Fussabdruck minimal berührt und bearbeitet werden. Die bestehenden Häuser – vom Untergeschoss bis unter das Dachgeschoss – bleiben in ihrer Grundstruktur erhalten und werden im Bereich der Erschliessung individuell angepasst. Die Aufstockung, eine leichte Struktur, bietet 35 neue Wohnungen. Ein neues Dach und eine neue Fassade soll die Häuser aus den verschiedenen Zeiten durch eine gemeinsame Sprache zusammenbinden. Der Bestand wird an seinen Schwachstellen ergänzt und punktuell verändert. Alt und Neu werden miteinander verzahnt und führen gemeinsam zu einem neuen Ganzen. Die Aufstockung ergänzt die bestehenden Wohnungen mit unterschiedlichen Typologien und offeneren Grundrissen. Somit entsteht aus Alt und Neu eine reiche Mischung an Wohnungen unterschiedlicher Eigenschaften, was zu einer sozial nachhaltigen und vielseitigen Siedlung beiträgt. Gemeinschaftsräume, Waschküchen, Bastelräume und die Velo-Werkstatt werden jeweils im Erdgeschoss an die Erschliessung und Aussenräume grenzend platziert und stärken den sozialen Austausch und die Gemeinschaft in der Siedlung.

EQUITABLE

Erweiterung und Umbau Freizeitzentrum Riehen
Projektwettbewerb im offenen Verfahren, 2024
Tragwerk: Dr. Patrick Ole Ohlbrock


Der infrastrukturelle Charakter des in den Siebzigerjahren erbauten Freizeitzentrums soll im vorgeschlagenen Projekt bewahrt und weitergeführt werden. Ziel war es, so viel wie möglich von der bestehenden Bausubstanz zu erhalten. Entsprechend bleiben das Untergeschoss sowie die gesamte Tragstruktur des Freizentzentrums bestehen. Um genügend Raum für die aktuellen Bedürfnisse zu schaffen, wird die Struktur um 2 Träger erweitert. Alle Wände und Decken in den Erd- und Obergeschossen werden bis auf die Tragstruktur zurückgebaut. Ein Mezzanin – eine leichte Holzstruktur – organisiert, gliedert und bedient die Räume neu. Im Innern der Häuser entstehen grösstmögliche Räume, welche durch flexible Trennwände vielseitig genutzt und belebt werden können. Nach Aussen soll das Haus offen, durchlässig und für alle Besucher:Innen einladend erscheinen. Einladende Vordächer markieren die Hauseingänge. Sie können sowohl als Zugang zu den Innenräumen wie auch als Gassen durch die Häuser in den Park benutzt werden. Sie sind Teil der Durchwegung auf dem Areal, womit sich Haus und Umgebung miteinander verweben. 

PARAVENT

Neubau Mehrfamilienhaus, Bassersdorf
Projektwettbewerb im offenen Verfahren, 2023
in Zusammenarbeit mit Andrea Kunz


Das Quartier Steinlig mit seiner heterogenen Bebauungsstruktur ist durch seinen zusammenhängenden Grünraum geprägt. Die Aussenräume lassen zum einen die ehemaligen Obstgärten erahnen und haben mit dem grossen alten Baumbestand etwas Wildes. Dieser Grünraum misst der Entwurf eine zentrale Bedeutung bei und bildet die Grundlage für das Projekt. Das lineare Gebäude schmiegt sich in einer sanften Bewegung an den gegen Süden gerichtete Hang. Die Längsfassade entlang der Steinligstrasse nimmt mit dem leichten Knick Bezug auf den Baumbestand. So entsteht ein identitätsstiftender Eingangsbereich für Bewohnende und Besuchende und schafft eine eindeutige Adressierung des Hauses. Die gegenüberliegende Fassade des Gebäudes wendet sich dem Garten zu und spannt zusammen mit den benachbarten Häusern einen klaren Freiraum auf. Mit der vorgelagerten Veranda erhält die Gartenfassade eine gewisse Tiefe und Lebendigkeit und öffnet sich zur dichten, blühenden Vegetation. Über die präzise Setzung des Baukörpers am Rand der Parzelle, bleibt ein Grossteil des Gartens erhalten. Die Arbeiten am bestehenden Terrain werden minimiert, was die Einbindung der bestehenden Bepflanzung gut ermöglicht. Der Neubau schafft Platz für sechs Wohnungen unterschiedlicher Grösse und trägt so zu einer guten Durchmischung im Haus bei. Die Wohnungen verfügen über einfache, klar organisierte Grundrisse, die sich für verschiedene Wohnformen eignen. Ihre Ost-West-Orientierung ermöglicht eine angenehme Belichtung über den gesamten Tag.

CORSO

Strandbad Bruggerhorn, St. Margrethen
Projektwettbewerb im offenen Verfahren
in Zusammenarbeit mit Andrea Kunz


Das Strandbad Bruggerhorn ist ein Erholungsort für die EinwohnerInnen St. Margrethens, Durchreisende und Campinggäste. Einige BesucherInnen bleiben für einen kurzen Aufenthalt im Strandbad oder kommen für ein Abendessen ins Restaurant. Andere verbringen ihre Ferien hier. Das Areal verfügt über unterschiedliche Nutzungen und bietet einen Begegnungsraum von Menschen mit verschiedensten Interessen. Der Vielfalt an Besuchenden und Überlagerungen von Aktivitäten wird ein zentraler Platz gegeben, welcher eine Bühne für spontane und geplante Aktivitäten bietet. Es soll ein lebendiger Ort entstehen, wo man ankommt, sich verpflegt, in der Sonne – oder unter dem Sonnensegel – sitzt, verweilt, spielt und sich gerne aufhält. Der Platz mit einer Abmessung von 13.5 x 70 Metern funktioniert als Aufenthaltsraum und Verteiler der verschiedenen Nutzungen. An einem Ende mündet dieser ins Wegnetz des Campingplatzes und am anderen Ende öffnet sich der Raum zum üppigen Park. Der von zwei Häusern gefasste Boulevard, gesäumt mit roten Stützen, ist als Ankunftsort verbindend, ermöglicht aber auch eine Distanz zwischen dem Campingbereich und der Parklandschaft. So behält der Campingplatz eine private Atmosphäre. Die Räume der Badi, des Restaurants und des Campings sind klar voneinander getrennt und in zwei Häusern untergebracht. Das lange, schmale Haus auf der einen Seite beinhaltet alle Räume für die Badeanlage und formuliert die Eingangssituation. Im grösseren Gebäude gegenüber befinden sich alle technisch komplexeren Räume. Zwei kalte Durchgänge teilen dieses Haus. Je nach Saison kann auch nur ein Gebäudeteil beheizt und genutzt werden. Alle öffentlich zugänglichen Räume sind auf den Platz gerichtet und über diesen erschlossen.